Kandidat Nr. 2: Alpgenossenschaft Grindel (5 Sennten mit je einem Stall auf jedem der 3 Stafel). Energiequelle: Kabelanschluss ans nationale Netz im Gschwantenmad

  • Unterster Stafel: Gschwantenmad. Bestossung 16 Tage im Juni und 25 Tage im September (41 Tage). Gut erschlossen durch Scheideggstrasse. Distanz zur Ladestation: 100m.
  • Mittlerer Stafel: Mettlen Chrüteren. Bestossung 21 Tage Ende Juni bis Mitte Juli und 15 Tage Mitte bis Ende August (36 Tage). Gut erschlossen durch Forst und Gütersträsschen. Distanz zur Ladestation 5.5 km.
  • Oberster Stafel: Feld.  28 Tage (Mitte Juli bis Mitte August. Gut erschlossen durch Forst und Gütersträsschen. Distanz zur Ladestation 7.5 km.
  • Normal sind etwa 290 Kühe während 105 Tagen unterwegs auf den 3 Stafeln. Wenn Gschwantenmad Stromanschluss hat, dann sind es 65 LeiseMelk-Tage für 6 LeiseMelks.

Auch hier brauchte es für eine LeiseMelk-Vollversorgung wahrscheinlich 5 LeiseMelks plus 1 Joker-LeiseMelk, der geladen unten am Netz bei Gschwantenmad steht.

LeiseMelk_GschwantenmadLeiseMelk_Mettlen_Chueteren_Feld

 

Sennten:

  • Zengerhütte (Käselager im Gschwantenmad)
  • Bäuert Geissholz (Käselager im Gschwantenmad
  • Fischer/Neiger/Huber (Käselager im Gschwantenmad)
  • Michelhütte (Käselager im Gschwantenmad)
  • Bäuert Meiringen (Käselager im Gschwantenmad)

Das Käselager aller Sennten ist im Gschwantenmad. Der Käsetransport kann so mit dem Transport der LeiseMelks verbunden werden. Mit jedem Käsetransport fährt ein entladener LeiseMelk nach unten und ein geladener wird wieder nach oben gebracht.

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Kleinwasserkraftwerk Schwarzwaldalp (70kW)

Heute schauen wir in die Zukunft. Was bringt das Jahr 2014  dem LeiseMelk? Wo wäre der LeiseMelk weiter einsetzbar?

Kandidat Nr. 1: Alpgenossenschaft Breitenboden (4 Sennten mit je einem Stall auf jedem Stafel). Energiequelle: KW Schwarzwaldalp 70 kW.

  • Unterster Stafel: Broch. Bestossung 17 Tage im Juni und 25 Tage im September (42 Tage). Gut erschlossen durch Scheideggstrasse. Distanz zur Ladestation: 500m.
  • Mittlerer Stafel: Pfanni/Schotten. Bestossung 14 Tage Ende Juni bis Mitte Juli und 10 Tage Ende August bis Anfang September (34 Tage). Gut erschlossen durch Verbindungsweg. Distanz zur Ladestation 3 km.
  • Oberster Stafel: Obristen.  40 Tage (Mitte Juli bis Ende August. Schlecht erschlossen (4WD-Strasse). Distanz zur Ladestation 6 km.

Weil die Ställe, wo gemolken wird relativ weit auseinander sind braucht es wahrscheinlich 4 LeiseMelks plus 1 Joker-LeiseMelk, der geladen unten beim Kraftwerk Schwarzwaldalp steht. Der Oberste Stafel müsste zudem mit Sonnenblumen (Solar-Tracker) ausgestattet werden (4 * 2.5 kWp für 40 Tage).

Normal sind etwa 240 Kühe während 106 Tagen unterwegs auf den 3 Stafeln.

LeiseMelk_Broch

Unterster Stafel: Broch

LeiseMelk_Pfanni_Schotten

Mittlerer Stafel: Pfanni / Schotten (1800 m.ü.M)

 

LeiseMelk_Pfanni_Oberster_Läger

Oberster Stafel (2000 m.ü.M)

Sennten:

  • Senntum Abplanalp (Käselager im Broch)
  • Senntum Winterberger (Käselager im Broch)
  • Senntum Zumbrunn (Käselager im Broch)
  • Senntum Haldimann (Käselager im Broch)

Das alle Sennten das Käselager im Broch haben, kann der Käsetransport mit dem Transport der LeiseMelks verbunden werden. Mit jedem Käsetransport fährt ein entladener LeiseMelk nach unten und ein geladener wird wieder nach oben gebracht.

Bild  —  Veröffentlicht: September 7, 2013 in Erneuerbare Energie

laublaeser_2So steht es in der Presselandschaft herum: „Laubbläser erleichtern die strenge Arbeit, sind aber laut und ökologisch fragwürdig.“
Ich weiss nicht, was daran ökologisch fragwürdig sein soll. Blaskapellen spielen schliesslich auch unter freiem Himmel, und da ist noch nie ein Schmetterling tot umgefallen. (Ausser bei Housi mit seiner scharfen B-Klarinette.: Jeder Ausrutscher eine erschütterte Ohr-Schnecke.)
Aber gegen „laut“ kann man etwas tun! Der LeiseBlas.
Auf dem Rücken der Mädels ist ein 10 kg Akku mit 1.2 kWh Energieinhalt. (Der stärkste Laubbläser auf dem Markt ist 12 kg schwer ohne Benzin). Dazu ein Elektrogebläse von Dyson (die machen den airblade, einen „scharfen“ Luftstrahl zum Händetrocknen) und schon sind 2 Stunden Laubblasen am Stück möglich.
Der LeiseMelk steht als Ladestation für den LeiseBlas unten beim Stall. Eine Schnellladung auf 80% ist nach einer Strophe Jodeln und Juchzen schon durch (sing&charge). Die Pamirs an den Ohren der Mädels sind fortan nur noch zum Musik hören.

Übrigens: Am Ohr einer Laubbläserin entsteht ein Schalldruck von 100 dB(A) gemäss Dokumentation des Herstellers. Das ist so viel wie der Schalldruck 1m vor einem grossen Disco-Lautsprecher. Gemäss Umweltbericht des Militärflugplatzes Meiringen ist die maximale Lärmbelastung (worst case) 65 dB(A), was soviel ist wie ein Staubsauger in 1m Entfernung. Bei diesem Schallpegel hört man die Hühner lachen!

Danke Martin Seiler für die köstliche LeiseBlas-Idee!

Bild  —  Veröffentlicht: August 27, 2013 in Erneuerbare Energie

Er melkt und melkt und melkt...

Wie zuverlässig ist der LeiseMelk? Das weiss man erst nach zehn Jahren Betrieb. So ist das eben mit der Statistik.
Die Bilanz nach einem Monat Betrieb:

  • Kein einziger Ausfall
  • keine Scherereien (hat ja auch keine Schafe auf der Alp)
  • keine unzufriedenen Kühe (hat mir Ladina, die Leitkuh verraten)
  • lauter heiter ausgeschlafene Hotelgäste
  • ein beleidigter Dieselgenerator (tut uns Leid!)
  • Eine Prise weniger CO2 und auch etwas weniger von anderen Stoffen, die wir nicht wirklich zum Leben brauchen
  • Viel gelernt!

Bild  —  Veröffentlicht: August 24, 2013 in Erneuerbare Energie

LeiseMelk bald in Graubünden?

Veröffentlicht: August 22, 2013 in Erneuerbare Energie

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Hesch ghöört?
Waas? Muesch mi immer so früe wecka?! Stürmibock!
Hesch ne ghöört?
Weer? Ha gar nüüt ghöört!
Eba!
Was eba?
Dr LaiseMelk dunna ds Parpaan! Dr Linard het jetz au so nes krüüzmoderns Aahängerli woner sini Ladiina kha melcha damit. Da ghöörsch d’Alparua wieder! Merksch öppis?
Waas söll i merka?
Där kaiba Krach am Morga am füüfi isch weg! Und du hesch verpennt, Giachen! D’Staigaissa sind üüs wieder dur d’Lappa!
Dänn kauf mir halt an Wecker, Gian! Usserdem bisch eh z’alt drfüür!
Niamer zahlt mi eba derfüür, Gagalööri! Au dr Bündner Fremdaverkehrsverein nitta!
Eba! Bisch z’alt derfüür!

Studie belegt: LeiseMelk unwirtschaftlich!

Was heisst hier Studie?! Das weiss doch jede Melkerin vor dem Herrn:

If you think that melk is funny
Melk by hand
and save your money!

Übrigens: Auch Kühe kennen keine Gnade. Sie empfinden die ungeschickten und fremden Melkamateurhände als lästig und versuchen diese dahergelaufenen Möchtegerns mittels Schwanzwedel wie die fetten Stallfliegen zu erschlagen. Zum Glück durchschaut Sabine dieses fürchterliche Ansinnen. Es lacht darauf der Melker und ist gleich viel entspannter. Die Milch rinnt, der Honig fliesst!

Bild  —  Veröffentlicht: August 11, 2013 in Erneuerbare Energie
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LeiseMelkers Nachtlied

Über allen Wipfeln
Ist Ruh,
Unter allen Gipfeln
Hörest du
Kaum einen Ton;
Denn Heinz melkt leis‘ im Stall
Ganz ohne Krawall
Ladina, die Kuh.

(Goethes Reise ins Rosenlauital 2013)

Bild  —  Veröffentlicht: August 8, 2013 in Erneuerbare Energie

Der Oberhasler, 4. August 2013: Umweltfreundliches Melken dank mobiler Batterie

Mit dem Batterie-Anhänger «LeiseMelk» will ein Ingenieuren-Team Dieselgeneratoren aus den Alpen verbannen. Bewährt sich der Prototyp, so könnte das Modell die Stromnutzung in den Alpen grundlegend verändern.

Mein Kommentar:

„Dieselgeneratoren aus den Alpen verbannen“ finde ich lustig, weil so eine „Verdrängerei“, ist ja spannend und braucht einen Haufen Innovation, heilige und unheilige Allianzen, Fairness und Humor, damit es dann auch wirklich funktioniert. Die Chancen stehen gar nicht Mal so schlecht, denn die elektrische kWh aus Brummdieseln in den Alpen ist sauteuer. Ich weiss, der LeiseMelk hat sicher einen langen Weg zu fahren…

„Die Stromnutzung in den Alpen grundlegend verändern“ ist schon ziemlich hoch gezielt. Natürlich flattiert so ein Satz, denn wer möchte nicht etwas „grundlegend verändern“ auf dieser Welt. (Liebe Realisten, es gibt tatsächlich Menschen mit diesem seltsamen Antrieb!) Die Wirklichkeit ist weitaus profaner, die Veränderung ist minimal, die Kosten exorbitant hoch, wie immer, wenn Neues erfunden wird. Aber: Das Reichenbachtal ist eine interessante (und ziemlich seltene) Nische, die sehr geeignet ist für dezentrale Energiespeicherung mit Batterien. Also für uns ein hoch willkommenes „Labor“. Wir dürfen ausprobieren, tüfteln, entwickeln und wollen ja schliesslich ein Produkt auf den Markt bringen, das der Wirtschaftsregion hier im Oberland Wertschöpfung bringt (…jeder fängt Mal klein an…). Und die Sennerinnen und Sennen sollen ein Produkt kriegen, das einen Nutzen bringt. Win-win soll das werden.

Im Reichenbachtal versorgen zwei kleine Wasserkraftwerke, die nicht ans nationale Netz angeschlossen sind, zwei lokale Betriebe (Schwarzwaldalp, Rosenlaui). Wenn diese Wasserkraftwerke ans nationale Netz angeschlossen wären, könnten sie viel mehr erneuerbaren Strom abgeben, denn die Anlagen sind überdimensioniert. Sie müssen den Spitzenbedarf decken können für die Betriebe Rosenlaui und Schwarzwaldalp. In der Nacht, wenn die Gäste schlafen und die Kühe gemolken sind, werden diese Wasserkraftwerke gedrosselt. Der Strom kann ja nirgends hin. Im Tal hat es aber Alpbetriebe, deren elektrische Erschliessung auch mit Subventionen eines arabischen Ölscheichs oder eines kantonalen Elektrizitätsversorgers unrentabel wären. Der LeiseMelk versucht also den Überschussstrom einzupacken und zu den Alpbetrieben hinaufzubringen. Der LeiseMelk bringt’s! (in Abwandlung des Post-Slogans)

Auf die erneuerbare Stromzukunft übersetzt sich das LeiseMelk-Prinzip folgendermassen: Wenn der Solarstrom immer billiger wird, dann werden sich immer mehr Dachbesitzer solche Anlagen zulegen. Irgendwann werden wir dann von einer Solarschwemme heimgesucht, wie heute schon in Deutschland: Zu viel Energie zum falschen Zeitpunkt, am falschen Ort! Überschussstrom, dass die Drähte glühen!

Und das ist kein Pipifax: Würde man die Atomkraftwerke in der Schweiz mit Solarstrom ersetzen, dann würden wir von Stromproduktionsspitzen von mehr als 25’000 MW heimgesucht. Das kann das Schweizer Stromnetz nicht in den kühnsten Träumen wegtransportieren, nicht alle Pumpspeicherwerke in der Schweiz könnten diesen Strom einlagern, wir müssten die heutigen Leitungskapazitäten verdreifachen und mehr und die KWO müsste nicht 600MW Pumpspeicher installiern (Grimsel 3 Projekt) sondern tausende von MW.  Weil das nicht geht, werden die Solar- und Windanlagen heute in Deuschland gedrosselt oder abgestellt. Letztes Jahr wurde so etwa wertvolle 700 GWh erneuerbare Energieproduktion weggeschmissen! Es wird jedes Jahr mehr.

Das Remedium gegen diese Solarstromschwemme sind nicht nur mehr Kupferdrähte, mehr Transformatoren, mehr von extrem teurer Strominfrastruktur (oder das Verhindern der Energiewende, wie einige Exponenten das wollen) Vielmehr müsste der solare Überschusstrom vom Dach – am Nachmittag ist niemand zu Hause, der Strom verbraucht, aber die eigene Solaranlage produziert ein Maximum – möglichst lokal gelagert und wieder lokal verbraucht werden. Dafür braucht es nicht mehr Drähte, die den Strom transportieren, dafür braucht es vor allem Speicher. Wenn dieser lokale Überschussstrom in LeiseMelks (ohne Räder) eingelagert wird, dann bleiben die Stromautobahnen frei für die Grossen und Kräftigen, wie eine KWO. Denn der Strom ist immer noch am falschen Ort. Ein energieintensiver Industriebetrieb kann sich noch so viele Solarmodule auf das Dach schrauben, er kann damit höchstens die Klimaanlage betreiben. Diese Betriebe kriegen ihren Strom zum Beispiel von den grossen Wasserkraftwerken, zum richtigen Zeitpunkt, am Ort des Geschehens.

Das Stromnetz ist wie das Strassennetz. Wenn hundertausende solare Fahrradfahrer auf der Autobahn dahingondeln, dann kommen die 40-Tönner nicht voran. Stau!

Übrigens: Die Firma battery consult in Meiringen arbeitet an einer günstigen solaren Speicherbatterie!

Link  —  Veröffentlicht: August 6, 2013 in Erneuerbare Energie
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Leiser Entlaster

Heinz Schneider meinte unlängst: „Gar nicht so übel, der LeiseMelk. Ich hab nichts dagegen, wenn es auch Mal weniger zu tun gibt!“

Dazu muss man wissen: Der Alltag der Sennerinnen und Sennen auf den Alpbetrieben gehört zum Härteren, was die moderne Dienstleistungsgesellschaft mit ihren Bürowellnesszonen zu bieten hat. 4 Uhr aufstehen, Kühe melken, Käse machen, putzen, Kühe pflegen, Kühe raus auf die Weide, Kühe rein in den Stall, kalbern hier, Kindern dort, Zäune setzen, Zäune versetzen, Zäune reparieren, Kühe suchen und Kühe finden…

Der LeiseMelk erleichtert das ein wenig. Alle drei Tage 150 m zum Wasserkraftwerk zum Laden und am nächsten Morgen wieder zurück. Basta.

Für die wirklich entfernten Alpbetriebe haben wir dann noch etwas anderes auf Lager: Das mobile Solarkraftwerk. Die Idee ist, dass man für die Zeit des Alpbetriebes (ein paar Wochen auf jedem Höhenniveau) Solartracker (Sonnenblumen) mit etwa 6 bis 8 kWpeak Leistung aufstellt. Diese laden die Batterien nach. Wenn man weiter rauf oder wieder weiter runter zieht, dann nimmt man den LeiseMelk und die Sonnenblumen mit. Wenn es Mal eine Woche lang richtig grauslich ist, dann kann man den Diesel anschmeissen. Weil der aber mit konstanter Power die Batterie lädt und nicht immer rauf und runter fährt mit der Drehzahl, braucht es weniger Diesel um die Batterie zu laden (Wirkungsgrad ist besser) als für den direkten Betrieb der Melkmaschine. So überlebt man energetisch jeden Alpsommer!

Und im Winter? Dann sammeln wir die Sonnenblumen und LeiseMelks zusammen im Herbst und stellen sie auf einen Parkplatz in einem Sonnenreichen Skigebiet auf und speisen dort ins Netz ein. Die Sonnenblumen bleiben immer frei von Schnee, und liefern 40% mehr Energie pro Jahr als fixe Solarinstallationen. Die Batterien gleichen die Produktionsspitzen aus, damit man nicht so dicke Kabel verlegen muss für die Netzeinspeisung. Das mobile Solarkraftwerk. Für moderne Nomaden. Und für Zweitwohnungsbesitzer, die einen Beitrag zum ökologischeren Beheizen ihrer leeren, mit Elektroheizungen ausgerüsteten Häuser leisten wollen. Wenn schon Strom in die Luft blasen, dann zumindest absolut CO2-frei. Denn das Schöne an den erneuerbaren Energien, wenn wir sie dann einmal ausgebaut haben, ist: Man muss nicht mehr Strom sparen, es hat genug!

Bild  —  Veröffentlicht: August 5, 2013 in Erneuerbare Energie
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Kleinwasserkraftwerk Rosenlaui (32 kW)

Wasserkraft, es soll hier abermals gesagt sein, ist ergiebig und supersauber. Per se! (Spüre da aus der Ferne einige Herzen krampfen? Aber es soll mir einer ein einziges Kleinkraftwerk zeigen, dass die Natur wirklich schädigt. Schädigt, wie es zum Beispiel die Diesel- und Benzingenos tun. Oder fossile Kraftwerke. Bitte um Bilder und Berichte, damit ich Gelegenheit bekomme mein positives Vorurteil gegenüber der Wasserkraft zu korrigieren)

Das Hotel Rosenlaui wird seit 1968 von einer eigenen Kleinturbine (Ossberger Deutschland) versorgt und ist nicht am nationalen Stromnetz angeschlossen. Ein Inselnetz. 150 l/s (eine Badewanne pro Sekunde) fallen dort durch eine Röhre mit 24m Gefälle und machen eine mechanische Leistung am Turbinenrad von 39 Pferden. Hinten beim Geno kommt dann etwas weniger Strom raus, vielleicht noch 35 Pferdestärken.

Das ginge ja noch. Aber hört Euch Mal das an: Das Hotel verbraucht ca. 50’000 bis 60’000 kWh Strom pro Jahr in den etwa 6 Monaten Betrieb. (Ein Durchschnittshaushalt etwa 4000 kWh). Hätte ein Dieselgenerator diesen Strom seit 1968 produziert, dann wären dafür sage und hiermit schreibe eine Million Liter Diesel verbrannt worden. Eine Million Liter! Das Rosenlaui ist eine CO2-Senke, dass es kracht! Wir machen hiermit den Weltklimarat darauf aufmerksam!

Mit diesem kleinen Wasserkraftwerk wird auch der LeiseMelk geladen. In der Nacht, wenn die Gäste schlafen und nur die Kühlschränke und ein paar romantische Jugendstil-Glühbirnen ihr Elektrowesen treiben.

Einziger Makel: Der Anhänger wird von einem Benziner zum Kraftwerk rüber und wieder zurückgeschleppt (4 Mal 150m pro Woche). Nächster Schritt: Ein Rosenlaui-Elektrofahrzeug mit Anhängerkupplung. Aber man muss es ja nicht gleich übertreiben. Oder gibt es einen Aficionado im Publikum, der so etwas (teil)spendieren würde? Kostet 17’000 Euro und ist ein Citroen Berlingo. Den könnte man dann auch als Käsetransporter von der Alp zum Speicher und dann ins Tal benutzen…

Bild  —  Veröffentlicht: Juli 31, 2013 in Erneuerbare Energie
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